Minderheitenschutz in Belgien: die Deutschsprachige Gemeinschaft

Vielerorts als Vorzeigebeispiel gehandelt, greift in der politischen Grundordnung Belgiens eine Mischung aus regionaler Autonomie und Minderheitenschutz. Diese Errungenschaft nach dem langen Ringen der flämischen Regional- und Sprachbewegung für mehr Mitspracherecht und Autonomie wurde 1993 im Zuge der Neuerrichtung des Bundesstaates Belgien etabliert. Mit einem politischen Kompromiss endete der offene Konflikt zwischen Flamen und Wallonen. Zumindest wurde zu dieser Zeit formal der wallonischen Hegemonie ein Ende gesetzt, von dem letztendlich auch die deutsche Minderheit Belgiens profitieren konnte. Zuvor hatten politische Krisen und Regierungsstürze das Bild bestimmt. Die Untersuchung versucht durch ethnographische Beobachtung Mittel des Minderheitenschutzes der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Belgien zu ergründen und ihren Stellenwert als Präzidenzfall in Europa auszuloten.

weitere Informationen

Kruth, Jörg (2004): “Belgien als Vorbild? Minderheitenschutz am Beispiel der deutschsprachigen Gemeinschaft”, Projektbericht für die Heinz-Schwarzkopf-Stiftung.

Dieses Projekt wurde gefördert von der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung.

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